Skoliose: Wirksame Schmerzlinderung
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Wie wird die Diagnose gestellt? Durch eine Röntgenaufnahme, bei der der Winkel zwischen den beiden „am stärksten geneigten“ Wirbeln gemessen wird. Wenn der Winkel gleich oder größer als 10° ist, spricht man von einer Skoliose. |
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Was verursacht Skoliose?
In 80 % der Fälle ist die Skoliose idiopathisch, das heißt, die Ursache ist unbekannt.
Die übrigen 20 % entstehen durch angeborene Fehlbildungen (seit der Geburt vorhanden) oder neuromuskuläre Erkrankungen (z. B. spinale Muskelatrophie).
Was soll ich tun, wenn ich Skoliose habe? Wird sie sich verschlimmern?
Wie so oft im Leben: ES KOMMT DARAUF AN.
Grundsätzlich besteht das Ziel darin, Fälle mit einem Risiko zur Verschlechterung frühzeitig zu erkennen und das Fortschreiten der Krümmung während der Jugend zu begrenzen, damit eine Operation – der einzige Weg, den Cobb-Winkel dauerhaft zu verringern – möglichst vermieden werden kann.
Skoliose bei Jugendlichen
- Cobb-Winkel < 25° → In den meisten Fällen wird eine regelmäßige Beobachtung empfohlen.
- Cobb-Winkel 25–40/45° → In den meisten Fällen wird das Tragen einer Orthese (Korsett) empfohlen, um das Fortschreiten der Skoliose während des Wachstums zu kontrollieren und eine Operation zu vermeiden.
- Cobb-Winkel > 45° → Eine Operation kann erforderlich sein, hängt aber von mehreren Faktoren ab.
Skoliose bei Erwachsenen
- Cobb-Winkel < 30° → Geringe Wahrscheinlichkeit eines Fortschreitens.
- Cobb-Winkel 30–50° → Erhöhte Wahrscheinlichkeit eines Fortschreitens.
- Cobb-Winkel > 50° → Das Fortschreiten ist nahezu sicher.
Welche Rolle spielt die Physiotherapie bei Skoliose?
Das Ziel der Physiotherapie bei Skoliose-Patienten ist es stets, die Funktion zu verbessern und Symptome zu lindern, hauptsächlich durch gezieltes Training.
Eine Erhöhung bzw. Aufrechterhaltung der körperlichen Aktivität wird allen Skoliose-Patienten empfohlen.
